Besuch aus Peru

Gestern besuchten uns Juan Yactayo und seine Frau Margarita Gabriel de Yactayo aus Peru. Sie sind auf Einladung von Professor Peter Busmann in Deutschland. Architekt Peter Busmann ist Vorstand des Vereines „Heredos del Planeta – Erben der Erde Köln e.V.“. Dieser Verein ist in Kolumbien und Peru tätig. Er hat sich zur Aufgabe gesetzt, Armut durch Bildung zu überwinden und wendet sich hierbei an Jugendliche. Juan Yactayo und seine Frau sind hierfür in den Slums von Lima tätig.

Der Besuch bei uns kam durch Vermittlung von Moritz Bormann zustande, Reiner Schimberles Frau Theresa half beim Übersetzen, unser Mitarbeiter Bernd Oppermann sorgte für Kaffee und Mineralwasser.

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Müllsammler in Not – Spendenaufruf

Hilfe für die Müllsammler von Kairo
durch Verbesserung ihrer Plastikrecyclingbetriebe

Wer braucht Hilfe und warum?
Ca. 7000 Menschen leben in Ezbet En-Nawwar, einer der Müllsammlersiedlungen Groß-Kairos. Sie sammeln täglich etwa 700 t Festmüll im Nordosten der Stadt ein, sortieren die daraus gewonnenen Wertstoffe und verkaufen bzw. recyceln sie größtenteils auch. Die Lebensgrundlage dieser Menschen wurde zerstört, als im April 2009 die ägyptische Regierung beschloss, alle Schweine im Lande zu töten. Die Schweinehaltung in Ägypten wurde bis dahin fast ausschließlich von den meist koptischen Müllsammlern betrieben, die als Futter den gesammelten Biomüll verwendeten. Allein aus diesem Sektor ihrer Recyclingtätigkeit erwirtschafteten sie etwa die Hälfte ihres Einkommens. Nachdem die ca. 40.000 Schweine der Müllsammler von Ezbet En-Nawwar getötet wurden, müssen die Menschen jetzt nach neuen Möglichkeiten suchen, ihren Unterhalt zu sichern.
Die Verbesserung ihres Plastikrecyclings bietet sich hier als besonders sinnvolle Möglichkeit an. Sie könnten hierdurch ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den größeren Recyclingbetrieben im Lande verbessern und neue Arbeitsplätze schaffen. Zurzeit gibt es in Ezbet En-Nawwar 50 Plastikrecyclingbetriebe, die sich in der Hand von Müllsammlern befinden und ca. 240 Personen beschäftigen. Sie weisen jedoch vor allem technische Mängel auf und müssen dringend verbessert werden.
Was soll erreicht werden?
– Das Plastikrecycling soll effizienter gestaltet werden.
– Die Plastikgranulate müssen verbessert werden, damit sie sich
besser verkaufen.
– Es sollen mehr Personen Beschäftigung finden.
– Die Sicherheit am Arbeitsplatz muss erhöht werden.
– Die Umweltbelastung durch die Betriebe soll reduziert werden.
Das Recyceln von Plastik ist für Ägypten von großer Bedeutung. Im Lande fallen jährlich etwa 1 Mio. t Plastikmüll an. Die zahlreichen Plastikfabriken im Lande benötigen dringend Plastikgranulat, das z.T. unter Einsatz von Devisen aus dem Ausland, wo das Recyclingverfahren bereits fortentwickelt wurde, importiert werden muss.
Was kostet es?
– 2000 € pro Betrieb, wenn die Eigentümer ein Drittel der Kosten selbst tragen
– monatlich 200 € für Projektkoordination und Ausbildung eines
Vermarktungsfachmanns während der Durchführung der Maßnahmen.
Wie vielen Betrieben soll geholfen werden?
Richtet sich nach der Höhe der erhaltenen finanziellen Unterstützung (max. 50).
Weitere Infos: fouadnibrahim@aol.com; www.afrikafreundeskreis.de

Spenden erbeten an: (auch kleine Spenden sind herzlich willkommen!)
Afrika-Freundeskreis e.V. Stichwort:
„Müllsammler Kairo Plastikrecycling“
Bankverbindung: Kto-Nr. 570 005 801; BLZ 773 501 10;
Sparkasse Bayreuth
IBAN: DE34773501100570005801 SWIFT-/BIC-Code BYLADEM1SBT

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Fortbildung

Im Rahmen der Fortbildungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besuchte uns Frau Elena Taran auf Einladung unseres Sozialdienstes. Frau Taran ist Mitarbeiterin der Caritas Hildesheim und in der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle tätig. Frau Taran stammt aus Kasachstan, daher wendet sich ihre Hilfe besonders an Spätaussiedleer aus Rußland.

Nachdem uns Frau Taran die verschiedenen Aspekte ihrer Arbeit erläutert hatte, wiederholte sie ihre Ausführungen nocheinmal auf russisch für unsere aus Russland stammenden Mitarbeiter.

Für uns Deutschsprachige war es eine interessante Erfahrung, selbst einmal nichts zu verstehen. Insgesamt gab es eine lebhafte Diskussion im Anschluss. Von unseren Mitarbeitern kam der Vorschlag, doch einmal die Caritas zu besuchen, um über die dort geleisteten vielfältigen Angebote mehr zu erfahren.

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Handfeste „Stärken vor Ort“ – Neues EU-Programm fördert Nordstadt und Drispenstedt.

Hildesheim – Sozialdezernent Dirk Schröder sprüht vor Optimismus: „Wenn dieses Boot nicht bald wieder schwimmt, würde es mich sehr wundern.“

Dabei macht das Schiff alles andere als einen Vertrauen erweckenden Eindruck: Der Rumpf ist ein rostiges Flickwerk, er stinkt nach Öl, und die Aufbauten fehlen komplett.

Zehn Jugendliche sollen den Kutter wieder auf Vordermann bringen. Ein Mikro-Projekt des neuen Programms „Stärken vor Ort“ macht es möglich.

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Das Boot – Teil 2

Nachdem im April 2009 mit Hilfe des THW der Bootsrumpf auf das Gelände der ehemaligen Firma Laupichler transportiert worden war, ging es nun darum, den Rumpf auf einen Trailer zu heben und in die Arbeitshalle zu schieben.

Gruppenführerin Nicola Korzenski, Zugführer Rüdiger Adomeit, Truppführer Dietmar Ernst und Kranführer Dietmar Schulz leisteten auch diese Aufgabe mit Umsicht und Bravour.

Als nächster Schritt sollen nun die Werkstatträume eingerichtet werden.

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Nachricht aus Kaduna/Nigeria

Im Juli 2008 versandten wir einen 40´-Container nach Nigeria. Heute erreichte uns folgende Nachricht:

Sehr geehrter Herr Brien,
es sind ziemlich genau 12 Monate her dass Ihre letzte Mail hier eintraf und ich melde mich jetzt, nicht um ein Jubiläum zu gedenken sondern um Ihnen eine erfreuliche Nachricht zukommen zu lassen: der Container, den Sie uns damals fertig gemacht haben, hat letzten Freitag seinen Bestimmungsort in Kaduna/Nigeria erreicht. Wir sind überglücklich, denn zeitweise hatten wir fast alle Hoffnung aufgegeben, aber wie heißt es so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt und so kam es wie es sonst nur in Hollywoodfilmen passiert: ein Telefon läutet, Yahaya denkt an alles andere, nur nicht an den Container, und es meldet sich der Agent und sagt nur, dass in den nächsten 24 Std. ein Lastwagen mit unserem Container eintreffen wird. Ab diesem Zeitpunkt glich unser Büro einem Bienenstock und zu dieser Zeit fährt ein Teil des Teams mit dem Berlingo Proberunden auf unserem Hof und der zweite Teil packt derweil den Container aus, der gestrige Tag war zu kurz um alles ans Tageslicht zu befördern.

Ich möchte Ihnen nochmals meinen herzlichen Dank für Ihre Mühen und für den Einsatz, den Ihre Mitarbeiter gegeben haben, aussprechen. Es sind unendlich viele Sachen dabei, die in Nigeria dringend gebraucht werden. Der Leiter der Werkstatt ist der glücklichste Mensch in der Stadt (sagt er zumindest, aber einen Stromgenerator und ein Schweißgerät hat nun wirklich nicht jeder), aber auch Yahaya hat eine neue Büroeinrichtung und kommt sich jetzt wie ein richtiger Chef vor. Die Frauen haben sich die beiden Nähmaschinen vorgeknöpft und ich muss Yahaya nur noch erklären, wie die Weckgläser zu benutzen sind. Sobald ich ein paar Bilder erhalte liefere ich diese nach.
Nochmals herzlichen Dank und mit besten Grüßen an Ihre Mitarbeiter und Kollegen.
Bernd Blaschke

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Besuch in Uslar

Im Mai waren wir eingeladen, die Jugendwerkstatt Steimke am Ortsrand von Uslar zu besuchen. „Die Steimke“ gehört organisatorisch zum Albert Schweitzer Familienwerk. Sie bietet durch das Jobcenter geförderte Maßnahmeplätze für Jugendliche und in der Arbeitswelt chancenlose Erwachsene an. Holzarbeiten stehen im Zentrum der angebotenen Aktivitäten.

Werkstattleiter Heinz Rickert ermöglichte uns zusammen mit den Ausbildern und Anleitern Willi Vendt und Hubert Dombrowski einen sehr schönen und beeindruckenden Einblick in die Praxis der Jugendwerkstatt.

Bei Gelegenheit dieses Besuches sprachen wir auch über ein gemeinsames Projekt, das von Hubert Dombrowski vorgeschlagen wurde: die Unterstützung unsererseits für einen Transport nach Banjul / Gambia. Hierfür könnte Arbeit und Dritte Welt die Verpackung, Beladung und Transportlogistik eines 40´-Seecontainers übernehmen, der Anfang August mit Spendengütern für eine Schule nach Banjul geschickt werden soll.

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Besuch aus Brasilien

Am 14.Mai 2009 besuchten uns Ana Clara de Moura Gomez und Martin Knöchelmann vom Kolpingwerk Hildesheim. Clara berichtete uns sehr anschaulich über ihre Heimatregion Ceara im Nordosten Brasiliens und stellte verschiedene Projekte des Diözesanverbandes Hildesheim für die brasilianischen Kolpingfamilien vor.

Der Bundesstaat Ceara ist als Problemregion bekannt. Die etwa 7,5 Millionen Einwohner führen ein von extremer Trockenheit bestimmtes Leben. Niederschläge fallen nicht über das Jahr verteilt – wenn, dann nur zu bestimmten Zeiten. Dementsprechend ist Landwirtschaft nur schwer möglich. Wasser holt die Bevölkerung nach stundenlangen Märschen von den Wasserstellen. 90% der Gemeinden sind von Armut betroffen.

Die Landflucht ist groß – Hunderttausende suchen in den Städten ihr Glück. Dort leben sie dann in den Elendsvierteln, den Favelas, wo Arbeitslosigkeit, Gewalt, Alkohol und Drogenhandel den Alltag bestimmen. Zudem ist der hohe Anteil an Analphabeten im Nordosten Brasiliens ein großes Problem, denn es verschließt den betroffenen Menschen den Zugang zu Bildung. Armut schließlich verhindert Ausbildung, die bezahlt werden muss.

Brasilien ist ein Land extremer Gegensätze: insgesamt steht das Land weltweit wirtschaftlich gesehen an 9. Stelle. Bis heute ist es jedoch nicht gelungen, die extremen Gegensätze zwischen Arm und Reich zu verringern. Wir erfuhren, dass Kolping Hildesheim in Brasilien mit 20 Kolpingsfamilien in 11 Städten und Gemeinden zusammen arbeitet. Die Unterstützung bezieht sich auf die berufliche Aus- und Fortbildung, den Aufbau gemeinschaftlicher Kleinstunternehmen und in Alphabetisierungsprogrammen. Schließlich bietet auch der Bau von ganzjährig benutzbaren Zisternen den Zugang zu sauberem Trinkwasser.

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Stein auf Stein – Alle Gewerke arbeiten zusammen

Zur Zeit sind die Kollegen dabei, die Stirnseite unserer Werkhalle auszumauern. Die Backsteine stammen aus dem Abbruch des Phönixwerkes am Hildesheimer Moritzberg.

Die Hanseatic Group als Investor und die Abbruchfirma Koch hatten uns gestattet, Steine aus dem Abbruch zu holen. Dies waren über 8000 Stück – unsere Kollegen haben in Handarbeit jeden einzelnen gesäubert. Tischlerei, Lager, Elektriker, Fahrdienst und Schlosserei sind an den jetzt stattfindenden Arbeiten beteiligt. Die Zusammenarbeit ist vom Feinsten und wird eigenständig organisiert.

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Nachricht aus dem Kinone Mboni District in Tansania

Im Dezember 2008 hatten wir von der Ankunft der 2 Container für das AGAPE-Centre in Tansania berichtet. Dieser Transport war von der Labora-Jugendwerkstatt in Hildesheim organisiert worden – Arbeit und Dritte Welt hatte geholfen: Werkzeugsets für Metall und Holz, Werkbank, Werkzeugschrank und eine Hubbügelsäge waren bei uns aufgearbeitet und verpackt worden. Robert Miti sandte nun weitere Fotos, die nach dem Entladen der Container enstanden.

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