Besuch aus Brasilien

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Am 14.Mai 2009 besuchten uns Ana Clara de Moura Gomez und Martin Knöchelmann vom Kolpingwerk Hildesheim. Clara berichtete uns sehr anschaulich über ihre Heimatregion Ceara im Nordosten Brasiliens und stellte verschiedene Projekte des Diözesanverbandes Hildesheim für die brasilianischen Kolpingfamilien vor. Der Bundesstaat Ceara ist als Problemregion bekannt. Die etwa 7,5 Millionen Einwohner führen ein von extremer Trockenheit bestimmtes Leben. Niederschläge fallen nicht über das Jahr verteilt – wenn, dann nur zu bestimmten Zeiten. Dementsprechend ist Landwirtschaft nur schwer möglich. Wasser holt die Bevolkerung nach stundenlangen Märschen von den Wasserstellen. 90% der gemeinden sind von Armut betroffen. Die Landflucht ist groß – Hunderttausende suchen in den Städten ihr Glück. Dort leben sie dann in den Elendsvierteln, den Favelas, wo Arbeitslosigkeit, Gewalt, Alkohol und Drogenhandel den Alltag bestimmen. Zudem ist der hohe Anteil an Analphabeten im Nordosten Brasiliens ein großes Problem, denn es verschließt den betroffenen Menschen den Zugang zu Bildung. Armut schließlich verhindert Ausbildung, die bezahlt werden muß. Brasilien ist ein Land extremer Gegensätze: insgesamt steht das Land weltweit wirtschaftlich gesehen an 9. Stelle. Bis heute ist es jedoch nicht gelungen, die extremen Gegensätze zwischen Arm und Reich zu verringern. Wir erfuhren, das Kolping Hildesheim in Brasilien mit 20 Kolpingsfamilien in 11 Städten und Gemeinden zusammen arbeitet. Die Unterstützung bezieht sich auf die berufliche Aus- und Fortbildung, den Aufbau gemeinschaftlicher Kleinstunternehmen und in Alphabetisierungsprogrammen. Schließlich bietet auch der Bau von ganzjährig benutzbaren Zisternen den Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mehr Informationen bietet das Kolpingwerk im Diözesanverband Hildesheim.

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