Archiv für den Monat Dezember 2012

1x 20` Container nach Kilueka in der DR Kongo

Dienstag, 18. Dezember 2012

Für den in Meppen beheimateten Verein Aqua creative stellten wir kurzfristig einen Spendentransport mit gebrauchten Krankenhausbetten, Werkzeugen für Maurer, Gärtner, Tischler und Schlosser sowie Tretnähmaschinen und Werkstatteinrichtungen zusammen. Dies geschah durch die Vermittlung von Herrn Marquardt (Vechta) vom Verein Lernen-Helfen-Leben. Finanziert wurde dieser Transport durch die bundeseigene Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Herr Marquardt stellte uns freundlicherweise den nachfolgenden Text zur Verfügung:
Die Association Songa Nzila e.V. (Den Weg weisen) wurde in der Gemeinde Kilueka im Jahre 2008 auf Anregung von Herrn Augustin Konda ku Mbuta gegründet. Herr Konda ist als Forscher und Biologe tätig an der Universität in Kinshasa und bekannt geworden als Verfasser des Handbuches „Plantes utiles du Bas-Congo“. Er lebt mit seiner Familie im Stadtteil Bumbu in Kinshasa, hat dort ein kleines Anamed-Gesundheitszentrum aufgebaut und leitet dieses. ANAMED bedeutet „Aktion natürliche Medizin“, d.h. es wurden und werden Heilmethoden mit Hilfe von einheimischen Heilpflanzen entwickelt. Herr Konda ist auch erster Vorsitzender von Anamed Dem. Rep. Kongo und arbeitet eng mit dem Verein Anamed e.V. (www.anamed.org) in Deutschland zusammen. Bumbu, der arme Stadtteil von Kinshasa, ist der mit 65.000 Einwohnern pro Km² am dichtesten besiedelte Teil der Hauptstadt. Außerhalb von Kinshasa in etwa 40 Kilometern Entfernung betreibt Herr Konda einen größeren Garten zum Anbau der Heilpflanzen, darunter vor allem Artemisia annua.
Herr Konda stammt aus Kilueka und spricht die dortige Sprache Kikongo. Er lebt in Kinshasa und fährt regelmäßig in sein etwa 150 km südwestlich von Kinshasa gelegenes Heimatdorf Kilueka, das aber nur über völlig unbefestigte Straßen zu erreichen ist.
In den letzten beiden Jahren hat Songa Nzila e.V. mit gemeinschaftlicher Arbeit ein Dorfgemeinschaftshaus in Kilueka errichtet, in welchem eine kleine Gesundheitsstation und weiterhin Räume für Treffen und Schulungen noch eingerichtet werden sollen. Dieses Gebäude wurde mit viel Engagement gemeinsam von den Vereinsmitgliedern geschaffen, wozu trotzdem noch finanzielle Zuschüsse aus Deutschland notwendig waren. Es ist vor allem dieses gemeinschaftliche Engagement, welches Aqua creative bewogen hat, den Menschen bei ihren weiteren Plänen zur Seite zu stehen.
Dem Verein Songa Nzila gehörten zu Beginn nur etwa 25 Personen an, vornehmlich Frauen. Die gemeinsamen Planungen und Arbeiten haben den Menschen aber gezeigt, wozu sie trotz der allgemeinen Misere fähig sind, wenn sie gemeinschaftlich daran gehen, ihre Lebensverhältnisse zu verbessern. Somit sind ihre Erwartungen geweckt, daß weitere Verbesserungen möglich gemacht werden können.
Die im Rahmen des Projektes beabsichtigten Maßnahmen werden die Lebensverhältnisse von etwa 5.000 Menschen verbessern. Und es ist eine vielfach gemachte Erfahrung, daß erfolgreiche Projekte sehr schnell von den Menschen im Umfeld kopiert und nachgeahmt werden. Eine wichtige Folgewirkung dürfte eine Verringerung der Landflucht sein.

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